Der Besuch im Weinkeller des Montana-Oberlech
kann seine Herkunft zum Elsass nicht verleugnen.

Das familieneigene Weingut zur Zeit Guy Ortliebs hat über 5 Jahrzehnte eine gewisse Richtung und viel Liebe zum Wein im Montana-Oberlech geprägt.

Heute ist das Weinangebot auch dank der Berufung in die Bruderschaften „La Confrérie des Chevaliers du Tastevin“ sowie „Ordre de coteaux de Champagne“raffiniert mit internationalen Klassikern und vielversprechenden Nischenprodukten bestückt. Lassen Sie sich von unseren Sommeliers beraten, verkosten Sie mit Freunden oder ziehen Sie sich mit einem wertvollen Glas zurück an den Kamin…


Ein halbes Jahrhundert Weinkultur mit Guy Ortlieb…

Das Weinangebot in Lech/Oberlech in den 60-igern war einfach, fast bescheiden… es gab Doppelliter vom Plattenseer oder Südtiroler Edelvernatsch… lokale Klassiker eben. Guy Ortlieb erinnert sich:
„Die ersten Flaschenweine, wie wir sie damals bestellten, waren aus der Wachau mit den klingenden Namen wie Dürnsteiner Flohhaxen, Gumpoldskirchner oder als Rotwein ein Blauer Portugieser. Wer Spezielles wollte, verlangte nach dem Messwein, denn was dem Herrn Pfarrer schmeckte, das musste gut sein.

Mir war das alles zu wenig. Die Küche entwickelte sich prächtig und zu einem guten Essen gehört, damals wie heute, ein passender guter Wein dazu. Die Weinlieferanten der Umgebung konnten mir nicht die gewünschte Qualität und Vielfalt liefern. Also musste ich mich selber organisieren und nahm den Import selbst in die Hand. Eine Importlizenz musste her. Ein Spießrutenlauf beim Landwirtschaftsministerium begann. Laufend mussten Probeflaschen zur Kontrolle dorthin geschickt werden. Anscheinend hat den Kontrolleuren der Wein Gott sei Dank auch immer besser geschmeckt und die Verfahren wurden von Jahr zu Jahr leichter und kürzer.

Was wir bis zu diesem Zeitpunkt an Elsässer Weinen – aus dem Familienweingut – selbst oder durch Freunde und Verwandte nach Oberlech „privat“ transportierten, konnte nun offiziell importiert werden. Riesling, Sylvaner, zur Gänseleber passender Gewürztraminer, unser beliebter Pinot Blanc und der Klassiker Crémant d´Alsace waren nun in ausreichender Menge vorhanden. Und ja, wir brauchen einiges davon“ lächelt der Weinkenner.

„Meine Mitgliedschaften bei der Elsässer Weinbruderschaft St. Etienne, der Burgunder Bruderschaft, „Confrerie du tastevin“ sowie der Bruderschaft der Champagne halfen mir sehr, schon damals Raritäten aus allen Regionen auf unserer Weinkarte zu präsentieren.

Weil wir den Weinen jeher eine faire und ehrliche Kalkulation zugrunde legen, finden sich unter unseren
Gästen sehr viele Weinliebhaber, -genießer und –kenner. Der Weinkeller wuchs von Jahr zu Jahr, die Weinkarte wurde immer umfangreicher und die Internationalisierung hat auch hier Einzug gehalten. Die Weinkarte bei uns im Montana unterscheidet sich maßgeblich von jener unserer Mitbewerber.“

Auf die Frage nach dem Wie überzeugt Guy Ortlieb „Natürlich finden sich auch große Namen und Weingüter darauf. Es ist jedoch heute noch meine Mission, Nischenprodukte zu finden, persönlich zu verkosten und sie danach mit viel Begeisterung unseren Gästen zu empfehlen. Und sowohl die gemeinsame Verkostung wie auch der Verkauf unserer Flaschenweine gibt mir recht… Deshalb bin ich auch nicht der Meinung, dass eine Weinkarte über 500 Produkte ausweisen muss. 200 sind genug, dafür sollten diese Weine gut und richtig gelagert werden, einzelne Jahrgänge dürfen und müssen ausgetrunken werden und die Freude auf die nächste Flasche im kommenden Winter muss überwiegen“. Inzwischen haben auch meine geschätzte Schwiegertochter Kathrin und mein Sohn Patrick Freude am Wein gefunden, sich intensiv damit befasst und die Sommelierprüfung absolviert! Das freut mich besonders.

Und danach? „Cognac, Armagnac, Eau de vie und viele weitere köstliche Spirituosen aus der ganzen Welt stehen nach wie vor neben heimischen Edelbränden auf unserem Digestifwagen“ weiß der Kenner.

Guy Ortlieb im Rückblick:

„Was geblieben ist, ist die Freude, mich mit diesem genußvollen Thema täglich zu beschäftigen und viel Zeit in meinem privaten Weinkeller zu verbringen…“